Revolutionsführer Luigi Enrico
Die Roma-Fans haben seine Bestellung als Kulturrevolution bezeichnet. Ihr neuer Guru heißt Luis Enrique Martinez Garcia. In Italien wurde er im Sommer aufgrund seiner Philosophie wie ein Außerirdischer empfangen.
»Sambias Fußball ist ausdrucksstark«
CAN 2012 Oscar Mwaanga ist der erste promovierte Sportwissenschafter Sambias und Mitbegründer der NGO EduSport, die über Sportprogramme Aids und Armut bekämpft. Derzeit leitet er an der Uni Southampton Solent den Studiengang Sport und Entwicklung. Der ballesterer traf ihn vor dem Afrika-Cup-Finale von Sambia gegen Cote d'Ivoire zum Interview.
Ballnetz: Bodenfrost und Super Bowl
#02 Bei zweistelligen Temperaturen unter Null blüht der Wortspielteufel auf. Neben Klassikern wie »buchstäblich eiskalten« Stürmern und »schockstarrer Abwehr« konnten wir uns über die neuen, sponsorenfreien Stadionnamen »Kalte Försterei« und »Freezy Credit Stadion« freuen. Was uns sonst noch ins Ballnetz gegangen ist, lest ihr hier.
Keitas klare Worte, schweigender CAF
CAN 2012 Der erfrischend aufspielende Afrika-Cup Gastgeber Gabun ist draußen. Libreville trägt Trauer. Malis Seydou Keita jubelt nicht, sondern lanciert einen Friedensappell. Die Stadionkatastrophe in Ägypten wirft ebenfalls dunkle Schatten. Die politischen Realitäten auf dem Kontinent holen den Afrika-Cup ein.
Katastrophe mit politischem Hintergrund?
PRESSESCHAU Vermutlich mehr als 70 Tote und bis zu 1.000 Verletzte haben die gewalttätigen Ausschreitungen am gestrigen Abend im Stadion von Port Said gefordert. Nach dem Spiel zwischen Al-Masri und dem Kairoer Klub Al-Ahly hatten vermutlich Heimfans den Platz gestürmt und gegnerische Anhänger und Spieler angegriffen.
Mit den »Black Stars« im Dschungelcamp
CAN 2012 Wer die Teamspieler von Ghana beim Training beobachten und zum Interview bitten will, muss in den gabunischen Regenwald. Auf der Hin- und Rückreise lassen sich spannende Bekanntschaften machen. In Äquatorialguinea dagegen ist die neueste Zeitung vom 20. Jänner und die Stadionkatastrophe von Port Said hat nie stattgefunden.
| 04.02.2012 mehr lesen
Ballnetz: die ballesterer-Kurzmeldungen
#01 Um die Wartezeit bis zur nächsten Ausgabe zu verkürzen, starten wir mit unserer Rubrik »Ballnetz«: In (noch) unregelmäßigen Abständen präsentieren wir Aktuelles aus der weiten Fußballwelt. Im ersten Ballnetz verfangen haben sich unter anderem amerikanisches Bier und ein altes T-Shirt.
Franceville, Stadt der Extreme
CAN 2012 Die Reise nach Franceville, den zweiten Spielort in Gabun, offenbart die Widersprüchlichkeiten des zentralafrikanischen Landes. Während VIPs am Flughafen vom Militär empfangen werden und Hotelpreise sogar die Budgets europäischer Touristen sprengen, werden lokale Helfer mit Hungerlöhnen abgespeist. Ein Tag mit blonden Litauerinnen, platzenden Bällen und freundlichen Rapidlern.
| 27.01.2012 mehr lesen
Gegen englische Verhältnisse
Die deutsche Bundesliga ist in die Rückrunde gestartet und Meister Borussia Dortmund feierte einen furiosen 5:1-Auswärtssieg beim HSV. Einige hundert Anhänger begleiteten ihren Verein jedoch nur bis zum Stadioneingang, sie boykottierten das Spiel aus Protest gegen hohe Kartenpreise. Dazu aufgerufen hatte die Initiative »Kein Zwanni«.
Gabun und die chinesischen Freunderln
CAN 2012 Das Gastgeberland Gabun versucht, sich dem europäischen Besucher von seiner besten Seite zu zeigen. Visa werden ohne viel bürokratischen Aufwand erteilt und das Land fiebert dem Match gegen Niger entgegen. Das Stadion der Freundschaft mit China gleicht allerdings kurz vor dem ersten Spiel noch einer Baustelle. Und die Bekanntheit des ballesterer in Westafrika ist enden wollend.
Fußball ohne Männer
Das Cupspiel zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar vor wenigen Wochen fand nach dem Angriff eines Amsterdamer Fans auf den Gästetormann ein abruptes Ende. Das Spiel soll nun wiederholt werden, und zwar ganz ohne Fans. Jetzt allerdings hat Ajax eine noch bessere Idee ...
Afrika sucht einen neuen Meister
CAN 2012 Am Samstag erfolgt in Bata der Ankick zum 28. Coupe d'Afrique des Nations (CAN). Das Eröffnungsspiel am Samstag in der tropischen Hafenstadt im westlichen Zentralafrika bestreiten Co-Gastgeber Äquatorialguinea und Libyen. Finalisiert wird am 12. Februar in Libreville, der Hauptstadt des Nachbarlands Gabun. Für den ballesterer berichtet Kurt Wachter von der Afrika-Meisterschaft.
St. Pauli: Hallenturnier mit Folgen
Nach den Ausschreitungen beim Hamburger Hallenturnier am 6. Januar machten Polizei und zahlreiche Medien »gewaltbereite Fans« als Schuldige aus eine Darstellung, gegen die sich der FC St. Pauli und die Fans wehrten. Eine unabhängige Untersuchungskommission soll die Ereignisse jetzt prüfen. Ein Gastbeitrag von Publikative.org.
Rapid-Fans im Visier der Justiz
Die erste Tranche des »Westbahhof-Prozess« endete mit der Verurteilung von 29 Rapid-Fans. Die zuletzt schon angespannte Stimmung im Block West dürfte sich weiter verschlechtern. Aus aktuellem Anlass das ballesterer-Dossier zur Situation bei Rapid nach dem Platzsturm im Mai 2011 und einer Erklärung von §274 StGB.
Der Schafhirte am Roten Teppich
Wenn die FIFA den Goldenen Ball vergibt, trifft sich das Who-is-Who der Fußballwelt in Zürich. Messi räumt ab und schweigt, Blatter verteilt Wimpel, beim Frauenfußball fällt der Lack ab und Österreichs Fußball glänzt durch Abwesenheit.
| 10.01.2012 mehr lesen
Zwischen Charme und Nepotismus
Martin Blumenau zählte zu den hartnäckigsten Kritikern Herbert Prohaskas im Zuge der Teamchefdebatte um Marcel Koller. Im ballesterer-Interview spricht der FM4-Blogger über seine Erinnerungen an den kickenden »Schneckerl«, seinen Stadionboykott nach dessen Rauswurf bei der Austria und die Diskrepanz zwischen Charme und Betonköpfigkeit.
Auf Zak: Die Rückkehr des Adlers
Das neue polnische Teamtrikot ohne Wappentier, dem weißen Adler, hat für enorme Fanproteste gesorgt, denen sich auch Politiker anschlossen. Unter der »Trikotaffäre« hat nicht nur das Ansehen des Verbands, sondern auch das von Ausrüster Nike gelitten.
Warten auf die Katharsis
Dem griechischen Fußball geht es kaum besser als dem griechischen Staat. Manipulierte Spiele und die allgegenwärtige Spirale aus Repression und Gewalt sorgen für zusätzlichen Frust in Zeiten allgemeiner Depression. An Besserung will niemand so recht glauben.
»Das Ganze wird kein Gatsch«
Herbert Prohaska beweist in der ORF-Sendung »Bitte zu Tisch« am 7. März 1985 seine Kochkünste - am Speiseplan steht ein Artischocken-Cocktail. In den Nebenrollen: die erotisch säuselnde Moderatorin Brigitte Xander und Judo-Weltmeisterin Edith Hrovat.
»Ich bin immer mit ihm mitgerannt«
Toni Polster hat Herbert Prohaska als Mitspieler, als Trainer und als Freund erlebt, der seine Karriere bei der Wiener Austria und im Nationalteam förderte. Von den frühen 1980ern bis heute kreuzen sich die Wege der beiden violetten Ikonen vom Fußballfeld bis auf den Tennisplatz.
Walter Weis ein Blick zurück
Am 23. Dezember verstarb der langjährige Austria-Funktionär Walter Weis. Anlässlich des 100-jährigen Klubjubiläums ließ der 90-Jährige in der März-Ausgabe des ballesterer große Momente der Klubgeschichte Revue passieren von Matthias Sindelar bis heute.
Kanonier Binder
Er war der erfolgreichste Wiener Kicker im Nationalsozialismus. Von Fans und Presse bejubelt, wurde Franz Binder auch von NS-Größen umgarnt. Ein Text aus der ballesterer-Serie »Fußball unterm Hakenkreuz« über eine Karriere zwischen Vereinnahmungsversuchen, Blinddarmoperationen und dem österreichischen »Opfermythos«.
Haariges auf der Brust
Seit letztem Sommer prangt das Logo der Qatar Foundation auf dem Trikot des FC Barcelona. Dafür prangern Fanklubs und Ex-Vereinsgrößen Klubchef Sandro Rosell an.
Spaziergang im Vertrauten
Bei den Stationen in der Karriere von Herbert Prohaska gibt es einen fixen Bezugspunkt: die Wiener Austria. In ihrem vertrauten Umfeld bewegte sich der vom Verein soeben zum Jahrhundertfußballer gekürte Mittelfeldregisseur stets sicher wie ein Fisch im Wasser.
Auf Zak: Ungeliebte Ukraine
13 der 16 für die EM-Endrunde qualifizierten Mannschaften werden während des Turniers in Polen wohnen und weite Anfahrtswege in Kauf nehmen. Die Ukraine erfreut sich keiner sonderlichen Beliebtheit.
Was braucht die Stadt?
Der Beschluss zur Sanierung des Hanappi-Stadions ruft Populisten auf den Plan: Zu teuer sei die Renovierung, andere hätten das Geld dringender nötig.
¡Vaya Semanitas!: Die Angst vorm Pelotazo
Fädelt Real Madrid-Präsident Florentino Perez den nächsten skandalösen Deal mit der Politik ein? Was ändert sich durch den Machtwechsel an Spaniens Staatsspitze? Und ein Minijahresrückblick vor dem Clasico am Samstag.
Manipulation und Wettbetrug im Club 2x11
Die Negativschlagzeilen reißen nicht ab: Manipulierte Spiele in der Türkei, Griechenland und Italien. In Deutschland beschreibt ein Ex-Kicker des FC St. Pauli in einem Buch, wie ihn die Spielsucht in die Fänge organisierter Krimineller trieb. Der Club 2x11 stellt sich deshalb am 24. November die Frage »Wie sauber ist der Fußball?« und hat dafür eine prominente Runde in die Hauptbücherei Wien eingeladen.
Außer Kontrolle
Als der SV Bad Aussee vor vier Jahren in die Erste Liga aufstieg, stand die gesamte Gemeinde Kopf. Es folgten ein Selbstmord des Sportdirektors, ein Konkursverfahren und die Auflösung des Vereins. Nirgendwo in Österreich haben der Größenwahn und der Traum vom Profifußball dramatischer geendet als im Ausseerland.
Meisl-Wohnzimmer statt Austria-Kino
»Hoffentlich dauert es nicht weitere 75 Jahre, bis sie wieder zu sehen sind.« So endete der letzte ballesterer-Text über die Pokale und Möbel aus Hugo Meisls Nachlass im März. Es dauerte keine sechs Monate - die Wiener Austria hat sich der Sache angenommen und zeigt die Erinnerungsstücke ab 18. November in ihrem Museum.






erscheint am 12. Juli 2013.
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