Ein Verdächtiger wird ausgemacht. Sein Gesicht wird gescannt und automatisch mit einer Polizeisuchmaschine abgeglichen, die Ergebnisse werden umgehend den Einsatzkräften vor Ort zugespielt. Dazu werden soziale Netzwerke nach Informationen über die Person durchsucht.
So oder so ähnlich hat sich die EU die Funktionen des Sicherheitsprogramms INDECT vorgestellt, das bei der EM getestet werden sollte. Dem polnischen Innenminister Jacek Cichocki war diese Form der Überwachung schlussendlich doch zu viel. Für die EM-Sicherheit setzt er auf die »Polnische Plattform für Heimatschutz«, die in die Entwicklung von INDECT jedoch durchgehend eingebunden war.
Das Nationalstadion in Warschau ließ hingegen zunächst gar keine Überwachung zu. Die Wände waren dem Polizeifunk zu dick. Die zuständige Firma hat indes Besserung und neue Sender versprochen. Einer Verbesserung bedarf auch der Untergrund, der in Warschau noch vor dem Eröffnungsspiel erstmals ausgewechselt wird. Noch abenteuerlicher ist die Situation in Posen. Bis zur ersten Partie wird dort der bereits achte Rasen verlegt worden sein.






Das polnische Innenministerium wollte bei der EM das von der Europäischen Union entwickelte Sicherheitsprogramm INDECT zum Einsatz kommen lassen. Nach Problemen bei der Umsetzung wird nun nur eine abgespeckte Variante realisiert.
erscheint am 12. Juli 2013.
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