Meine Erinnerung an die folgenden Stunden ruft mir unzählige Gasthäuser und einen im Bus wiederkehrenden Witz des Fahrers ins Gedächtnis, den ich auch mit steigender Alkoholisierung nicht lustig fand: »Je mehr Promille, umso besser fahre ich.« Dunkel kann ich mich an das Spiel erinnern, das über die Kluft zwischen unserem unterklassigen Team und dem Zweitligaaspiranten keinen Zweifel ließ. 7:0 sagen meine verbliebenen
Gehirnzellen, 8:0 korrigiert rsssf.com.
Als wir auf der Rückfahrt wieder Wels passierten, zerrissen Blaulicht und Folgeton die Morgendämmerung. Unser Fahrer erhöhte das Tempo, entschied sich aber bei der ersten roten Ampel im Zweifel doch fürs Stehenbleiben: Die Gelegenheit für meinen Sitznachbarn, aus dem Wagen zu springen und den Straßengraben vollzukotzen.
Die nächste Grünphase wurde zur Flucht genutzt und der zweite Mitfahrer geopfert. Eine glückliche Fügung, denn die Gendarmerie verlegte sich nun auf die Erstversorgung unseres Freundes. Zurück in Sattledt war die Reisegruppe zwar dezimiert, aber gestärkt im Bewusstsein, dass alles seine Ordnung hatte. Außenseiter blieben Außenseiter, im Fußball wie im richtigen Leben.






erscheint am 12. Juli 2013.
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