Laus Raus!
Ein Befall mit Läusen ist selbst unter hygienisch einwandfreien Bedingungen möglich und nicht unbedingt Zeichen von Wasserscheue. Besonders im Sommer sind vor allem Kinder immer wieder von Läusen besiedelt. Nicht selten kommen die Knirpse vom Trainingslager nach Hause und kratzen sich wie wild. Der typische Übertragungsweg für die Laus ist enger Kontakt mit einem von Kopfläusen befallenen anderen Kind. Am Kopf saugen die Läuse dann alle zwei bis vier Stunden Blut und vermehren sich. Eine weibliche Laus produziert bis zu 300 Eier, die sie an die Haare klebt. Diese Nissen findet man, wenn man genau schaut, vor allem im Nacken, hinter den Ohren und an den Schläfen.
Lausbefall muss behandelt werden, sonst drohen Ekzeme oder bakterielle Infektionen. Die Therapie zieht sich über zwei Wochen und ist eine Mischung aus Haarewaschen und Auskämmen der Nissen. Wichtig ist, dass bei der Therapie gegen Läuse nur ein Läusemittel verwendet wird. Nimmt man nach dem Motto »Viel hilft viel« mehrere Lausmittel gleichzeitig her, erreicht man keine höhere Erfolgsquote nur eine höhere Nebenwirkungsquote.
Flohzirkus
Der Floh springt ebenfalls von Mensch zu Mensch oder seltener vom Hund auf den Menschen und heutzutage noch seltener von der Ratte auf den Menschen. Früher haben die Rattenflöhe den Pesterreger übertragen und dadurch großes Unheil verbreitet. Flöhe haben den Menschen aber auch Freude gebracht: Im Flohzirkus wurde etwa die Sprungkraft der Flöhe bewundert. Mit ihren speziellen Hinterbeinen können sie bis zu einen Meter weit springen. Ganz ordentlich stechen und beißen tun sie außerdem typischerweise in nebeneinanderliegenden Reihen. Intensiver Juckreiz und Hautirritationen meist an den Unterschenkeln sind die Folge. Katzen- und Hundeflöhe können auch den Menschen befallen. Betroffene Haustiere müssen daher mit Halsbändern behandelt werden. Der Menschenfloh ist im Gegensatz dazu und im Unterschied zur Laus durch den hohen Hygienestandard in den Industrieländern weitgehend ausgerottet worden.
Wen also der Kopf und das Wadl jucken, der kann Läuse und Flöhe haben. Sehr wahrscheinlich ist das aber nicht. Wahrscheinlicher ist da schon, dass man sich beim Fußballspielen das Kreuzband reißt und gleichzeitig den Meniskus lädiert und der Arzt dann tröstend meint, man könne eben auch Läuse und Flöhe haben.






Sommerzeit ist Trainingslagerzeit. Nicht nur für die Profis, sondern auch für den Nachwuchs. Kinder bringen von solchen Camps auch mal eine Laus, seltener einen Floh mit nach Hause. Kein Grund zur Panik, aber Grund zur Behandlung.
erscheint am 12. Juli 2013.
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