Der Jochbeinbruch ist ein nicht seltenes Unglück im Fußball. Im 290. Wiener Derby pendelte der Kopf vom Hattenberger Matthias wie eine Billardkugel zwischen den Schädeln der Rapidler Drazan Christopher und Katzer Markus. Weil ein Jochbein weniger hart ist als eine Billardkugel, brach der Knochen des Austrianers. Hattenberger wurde ausgewechselt und operiert. So eine Operation zahlt sich aus. Terry John spielte im Oktober 2007 schon wenige Tage nach seinem operativ versorgten Jochbeinbruch wieder Champions League für Chelsea. Mit einer Gesichtsmaske, die die verletzte Region vor neuerlicher Gewalteinwirkung schützte, lief er gegen Valencia auf. Auch Stranzl Martins Jochbein wurde bei einem Kopfballduell gebrochen und wieder zusammengeflickt. Allerdings ist nicht jeder Jochbeinbruch operationswürdig. Der Leverkusener Verteidiger Castro Gonzalo wurde beispielsweise konservativ versorgt, pausiert zurzeit und wartet auf den Kallus, sprich die Neubildung des Knochengewebes.
Flache Wange, großer Schmerz
Operiert wird dann, wenn es durch den Bruch zu einer Verschiebung der Knochenfragmente gekommen ist. Mit Hilfe von Platten und Schrauben rückt der Kieferchirurg den demolierten Knochen wieder in Position. Die Diagnose stellt der Mediziner anhand eines Röntgenbilds oder einer Computertomografie. Oft kann man eine Jochbeinfraktur aber schon von weitem erkennen: an der abgeflachten Wange. Denn kräftige Kaumuskeln entspringen vom Jochbein und ziehen im Fall einer Fraktur die gebrochenen Knochenstücke durchs Gesicht. Diese fehlen dann an ihrem eigentlichen Platz, und der Kicker schaut deshalb anders aus. Nicht selten kommt es außerdem zu Nasenbluten, Sehverschlechterungen, Blutergüssen und Sensibilitätsstörungen im Wangenbereich. Letztere sind Anzeichen dafür, dass durch den Knochenbruch ein nahe gelegener Nerv beleidigt wurde. Der Kicker jammert meist über starkes Wehweh, und das zu Recht, denn ein Jochbeinbruch ist eine wirklich schmerzhafte Angelegenheit.
Das musste auch der Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde Hohenruppersdorf, Ing. Gindl Hermann von der Volkspartei, erfahren. Der Kommunalpolitiker brach sich bei der Bürgermeister-Fußballeuropameisterschaft in St. Johann das Jochbein. Es ist davon auszugehen, dass Gindl den Abend, statt ihn gemütlich mit den Kollegen ausklingen zu lassen, im Krankenhaus verbrachte. Denn an den Verzehr eines Schweinsbratens ist nach einer solchen Verletzung nicht mehr zu denken. Gindl blieb aber nicht das einzige Opfer dieser Sportveranstaltung. Die Pongauer Rettung musste bei dem Turnier noch vier weitere Verletzte versorgen. »Die Ortschefs wurden Opfer ihres sportlichen Einsatzes«, berichteten lokale Gazetten. Derselbe Satz ist wohl auch für den Ibertsberger Andreas und den Pogatetz Emanuel gültig. Nur fordert der sportliche Einsatz vom »Pogerl« neben seinem Jochbein zumeist auch noch andere Opfer.






Ob es sich um den
erscheint am 12. Juli 2013.
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