Es schien, als ob kein Hahn mehr nach ihm krähen würde, doch Arie Haan ist nach wie vor ein gefragter Mann. Nach seiner desaströsen Bilanz als Teamchef von China, wo er die zweite Qualifikationsrunde zur WM verpasste, bleibt der ehemalige Austria-Coach in Asien und es verschlug ihn von einem toll regierten Land ins nächste.
Der populärste Klub im Iran, Perspolis, präsentierte Arie Haan am Mittwoch als neuen Trainer. Dies ist insofern eine Sensation, da die Teheraner bis vor kurzem kein Geld hatte um die Spieler zu bezahlen und Haan wohl nicht zum Freundschaftspreis gekommen sein wird.
Doch der iranische Fußballfan, dessen Nationalmannschaft noch immer kein Freundschaftsspiel als Vorbereitung zur WM geplant hat, ist sichtlich gerührt und euphorisch ob der Prominenz des ehemaligen großen Spielers. Haan war Teil der großen Oranje-Mannschaften von 1974 und 1978, als Trainer gelang ihm bei seinen Engagements von Feyenoord bis Saloniki wenig.
Haan soll im Jahre 1994 schon einmal im Iran gewesen sein, um Nationalteamtrainer zu werden. Alles schien fix, doch dann entschied sich der Niederländer plötzlich anders und verließ das Land über Nacht. Der Grund: Haan war in einem ziemlich kaputten Pick-Up-Truck nationaler Bauart vom Flughafen abgeholt worden und musste in ebendiesem auch jeden Tag zum Training fahren.
Dazu sollte man wissen, dass im Iran der Anarchiefaktor im Straßenverkehr um einiges größer ist als in Europa und auch in anderen Staaten des Orients. Haan soll solche Angst um sein Leben gehabt haben, dass er sofort abgehauen ist. Gerüchten zufolge hat Perspolis aus diesem Fehler gelernt und ihn diesmal mit einem Mercedes abholen lassen.






erscheint am 12. Juli 2013.
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