
Im deutschen Bundesligafußball stand gestern die letzte Partie auf dem Programm: das Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin. Es ging um den Aufstieg oder Verbleib in der ersten Bundesliga. Und dann um den Weltuntergang. Ein Beitrag von publikative.org

Olaf Sundermeyer hat in seinem Buch »Tor zum Osten« lebhafte Reportagen aus dem Fußball in Polen, der Ukraine und Russland versammelt. Im
ballesterer-Interview spricht der Journalist über die hilfsbereiten Hooligans von Polonia Warschau, seine Gespräche mit Oligarchen und Alternativen zum Ukraine-Boykott diverser Politiker.

Vom roten Messias als GAK-Trainer wandelte sich Adi Pinter vor 25 Jahren zum Gottseibeiuns des österreichischen Fußballs. Um die unheilige Dreifaltigkeit komplett zu machen, widmete er sich zwischendurch dem Mentalcoaching. Jetzt hat ihn der DSV Leoben zum Sportdirektor in der Regionalliga gemacht.

RasenBallsport Leipzig droht das zweite Mal in Folge am Drittliga-Aufstieg zu scheitern, der Verein hat vier Spieltage vor Saisonende sieben Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Beim Halleschen FC hingegen kann gejubelt werden – nicht zu Unrecht.

Nach dem Abstieg gehen viele Spieler, oft wird der Trainer gewechselt und mitunter sogar das Management. Die Fans aber bleiben. Von den speziellen Leiden und Hoffnungen, die die Anhänger des deutschen Zweitligisten Eintracht Frankfurt so durchgemacht haben, berichtet Holger Nickel, der neben dem Fandasein auch die Eintracht-Institution »Bembelbar« betreibt.

Am Sonntag spielt Hansa Rostock beim FC St. Pauli um den Klassenerhalt. Auf den Straßen rund ums Stadion hingegen geht es um den Erhalt der Fankultur. Die Hamburger Polizei hat den Kartenverkauf an Auswärtsfans untersagt. Vereine und Anhänger protestierten und klagten vergeblich. Auf dem Spiel steht jedoch mehr als nur ein Fußballmatch.

Der FC Blau-Weiß Linz galt lange Zeit als unaufsteigbar. Als der Nachfolger des SK VÖEST und des FC Linz im Vorjahr doch den Sprung in den Profifußball schaffte, fasste der Blau-Weiß-Fan und langjährige
ballesterer-Kolumnist Andreas Kump den Plan, diese Saison für die Beteiligten und die Nachwelt festzuhalten. Das Ergebnis liegt nun in Buchform vor.

Der spanische Faschistenführer Franco gewann 1967 im Toto. Wie viel er gewonnen und ob er noch öfter richtig getippt hat, ist unklar. Ein Fall von extremem Glück oder doch nur extremer Manipulation?

Abgerechnet wird am Schluss. Zumindest bei den Absteigern der deutschen Bundesliga. Heuer kommen für die zwei Fixabsteiger und den Relegationsplatz noch eine Handvoll Teams in Frage. In Österreich ist die Tabellensituation klarer. Über Kapfenberg kreisen statt den »Falken« schon die Geier. Eine Bestandsaufnahme.

Die deutsche Bundesligasaison ist auf der Zielgeraden. Der Meisterschaftskampf wird nur von einem Duo ausgefochten, um den Klassenerhalt ringt jedoch mehr als ein halbes Dutzend Mannschaften. Darunter mit dem HSV auch das letzte verbliebene Gründungsmitglied der Liga. Arnd Zeigler, Werder-Fan, Stadionsprecher und TV-Moderator, über Hamburger Ängste, Berliner Hoffnungen und Bremer Kontinuität.

Für Slawomir Peszko ist der Traum von der Europameisterschaft beendet. Nach seiner Zechtour mit anschließender Nacht in Polizeigewahrsam, strich ihn Polens Teamchef Franciszek Smuda aus dem Kader. Peszko ist ihm schon vor zwei Jahren unangenehm aufgefallen.

Fans, die gar nicht da sein dürften, füllen einen Gästeblock, der gesperrt sein sollte. Mit einer bemerkenswerten Aktion umgingen rund 1.500 Anhänger von Eintracht Frankfurt ein Stadionverbot für Gästefans – dank der Solidarität der Fans von Union Berlin.

Am kommenden Donnerstag (29.3.) lädt der
ballesterer zu einem
Club 2x11 spezial über den 2008 verstorbenen Germanisten und Schriftsteller
Wendelin Schmidt-Dengler in die Hauptbücherei Wien. Herausgeber Helmut Neundlinger liest Texte aus dem Buch »Hamlet oder Happel. Eine Passion« und spricht mit dem Journalisten
Samo Kobenter und Buchstabendribbler
Ferdinand Schmatz über den Fußballfan Schmidt-Dengler.

Die alte Friedhofstribüne des Wiener Sportklubs hat vieles schon erlebt. Nun werden Pläne gewälzt, die baufällige Stehplatzterrasse in Verbindung mit einem Wohnbau neu aufzustellen. Doch die Fans sehen ihren Kulturraum gefährdet und beklagen eine Benachteiligung ihres Vereins.

Zoran Barisic war für Rapid bereits als Spieler, als Co-Trainer, als Nachwuchs- und Interimstrainer tätig, seit Sommer 2011 ist er für die Amateure verantwortlich. Im
ballesterer-Interview spricht »Zoki« über gegenseitigen Respekt, aussterbende Käfigkicker und verschlossene Kabinentüren.
Ultrà ist mittlerweile beinahe zu einer Art Staatsfeind avanciert, mindestens aber zur scheinbar größten Gefahr für die Sicherheit und Attraktivität des Profifußballs in Deutschland. Die Mahner, Warner, Prediger und Scharfmacher wider die Ultras beschwören jedoch Phänomene herauf, die aus den Kurven längst verdrängt schienen. Was nach Ultra kommen könnte, wollen viele offenbar nicht sehen …

Am Sportclub-Platz könnten schon 2013 die Bagger rollen. Die alte Friedhofstribüne soll abgerissen werden, den Neubau will die Stadt Wien mit einem Wohnprojekt kombinieren. Im
ballesterer-Interview sprechen drei Vertreter der »FreundInnen der Friedhofstribüne« über ihre Bedenken gegen Wohnen am Fußballplatz, den notwendigen Erhalt von Freiräumen und die Schlagseite bei der Vergabe öffentlicher Gelder zugunsten der Wiener Großvereine.

Am 29. Mai 1960 beginnt die österreichische Nationalmannschaft unter Trainer Karl Decker eine ungeahnte Siegesserie. Bei nur einer Niederlage in zehn Spielen schlägt das »zweite Wunderteam« in eineinhalb Jahren fast alle großen Teams des Kontinents. Dennoch verzichtet der ÖFB freiwillig auf eine Teilnahme an der WM 1962.

Während der klassische Neuner verschwindet, ist der »falsche« im Kommen. Er schießt nicht nur Tore, sondern lässt sich auch zurückfallen, um der Deckung zu entgehen und das Spiel zu machen. Wayne Rooney zum Beispiel.

Der Mann, »der mit dem linken Fuß Krawatten binden konnte«, ist tot. Der ehemalige polnische Fußballstar Wlodzimierz Smolarek ist am 6. März im Alter von 54 Jahren gestorben. Seine Weggefährten zeigen sich bestürzt.

Darko Milanic gehörte zu den Stützen der Sturm-Abwehr der 1990er Jahre. Seit 2008 trainiert er den slowenischen Erstligisten NK Maribor - und dominiert die Liga. Warum er noch nicht Teamchef werden will, aber eines Tages den SK Sturm trainieren wird, erzählt er im Interview mit unserem Kooperationspartner
Sturm12.at.

Österreichs Fußballer gewinnen das Freundschaftsspiel gegen Finnland mit 3:1. Das Klagenfurter Publikum ist während der Heimspielpremiere von Teamchef Marcel Koller mit den Gedanken aber schon beim großen Eishockeyschlager des KAC. Und auch auf dem Rasen erweisen die Fußballer dem Eishockey ihre Reverenz.

Heute Abend geht in der Hauptbücherei Wien der nächste
Club 2x11 in Szene. Ein hochkarätiges Podium angeführt von ÖFB-U19-Teamchefin Irene Fuhrmann und dem Ostasienforscher Christian Tagsold diskutiert über das Thema »Was bleibt von der Euphorie? - Frauenfußball nach der WM in Deutschland«. Turbine-Potsdam-Trainer Bernd Schröder musste leider kurzfristig absagen.
#3 Die Benimmregel der Woche kommt von Uli Hoeneß: Im Mädchenpensionat verabschiedet man sich anständig per Handschlag, auch wenn man gerade schlechte Laune hat. Wie es in der Bayernwelt mit den Regeln für den
Nacktjubel in Mädchenpensionaten aussieht, erfahren wir vielleicht in zwei Wochen. Wissenswertes aus der Fußballwelt findet ihr in unserer dritten ballnetz-Folge.

Wer in der DDR Fußball schauen wollte, brauchte gar nicht auf die Idee zu kommen, den Fernseher einzuschalten. Wer etwas erleben wollte, musste schon ins Stadion gehen. Dorthin, wo die Fans zwar Schnauzer, aber keine Frisuren trugen und wo die Würstchen aus dem Kombinat überall gleich schmeckten. Erinnerungen an Stahl Thale und eine Jugend in der DDR.

Anfang Jänner kam es beim Schweinske-Cup, einem Hamburger Hallenturnier, zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Polizei und Medien machten zunächst Fans des VfB Lübeck und des FC St. Pauli gleichermaßen als Schuldige aus. Eine Meinung, die sich jedoch nicht lange aufrechterhalten ließ. Ein Interview mit »Ultrà Sankt Pauli«.

Die Austria hat im Mai 2009 mit der Eröffnung des ersten vereinseigenen Museums in Österreich Pionierarbeit geleistet. Museumskurator Gerhard Kaltenbeck spricht im Interview über die Geschichte vieler besonderer Ausstellungsstücke.

Im Dezember 2011 hat in Wien-Hütteldorf das »Rapideum« seine Pforten geöffnet. Kurator Thorsten Leitgeb hat den
ballesterer durch das neue Museum des SK Rapid geführt und wenig bekannte Geschichten über Vereinsfarben, Tagebücher und einen steinalten Pokal ans Licht gebracht.

Während in der Ukraine bereits alle EM-Stadien eröffnet worden sind, lässt in Polen die Einweihung des neuen Nationalstadions immer noch auf sich warten. Warum, weiß niemand so richtig, am 27. Februar soll es aber so weit sein.